Sonntag, 14. April 2019

Dieser Eintrag möge bis Ostern genügen.


Ein Osterlamm müsste doch weiß sein, oder!?

Saratow, Heilige Woche 2019


Liebe Bloggäste!

Der Sinn hinter dem weißen Osterlamm ist Christus, der Makellose, Reine, Heilige, der sich für uns zum „schwarzen Schaf“ gemacht hat, der den übel riechenden, giftigen, randvoll mit meinen und Deinen Sünden gefüllten Kelch bis zum letzten Tropfen ausgetrunken hat. Er hätte eigentlich daran sterben müssen. Er ist daran gestorben. Klinisch, biologisch, wirklich. Aus, Ende, tot. 

Aber da war noch was … … … Gott:

Resurrexit, sicut dixit, alleluia!
(Er ist auferstanden, wie er vorausgesagt hatte, Alleluja!)

Gott ist die Liebe, stärker als der Tod und das Heer dessen Diener und Dienerinnen.

Er hat das „schwarze Schaf“, seinen „verlorenen Sohn“, in die Arme genommen, als dieser, erblindet, mit letzter Kraft dem Kompass seines Herzens folgend, vor ihm zusammenbrach. Da war es „vollbracht“. Da hatte er Dich und mich in seinem Herzen nach Hause gebracht.

Nein, nicht wider unseren Willen, und nicht ohne den! Der Wille ist eine Kraft unserer Seelen, eine Sprache, die nicht selten des Logopäden bedarf. Dessen Sprechstunden sind ohne Warteschlange zu erreichen und kosten nichts anderes als ein wenig unserer vielzitierten kostbaren Zeit.

Liebe schwarze Schafe, ich wünsche Ihnen, Euch und mir, dass unsere Osterfreude wie das Wasser sehr tief gelegener Quellen aus einer Begegnung im Innersten entspringt und still durch die Schichten des Glaubens und des Dankens dringt, bevor sie „draußen“ ihren Ausdruck findet in Worten und Taten.  

Herzlichst
Ihr Clemens Pickel