Mittwoch, 4. September 2019

Seiner Wege gehen

Das Bewußtsein zusammenzugehören, ist in der Diaspora besonders wichtig. Gern wiederhole ich das. Und wir erleben es, nicht nur, wenn Gäste der Partnergemeinden aus Deutschland kommen, sondern auch hier vor Ort, wo wir uns heute früh in der Eucharistiefeier begegnet sind: Mitarbeiter der Caritas, der Pfarrei und der Kurie. Sogar Schwestern aus Marx waren da. Anschließend aber hatte jeder allein seinen Pflichten nachzugehen. Möge jenes Bewußtsein, s.o., deshalb nicht schwinden, sondern, im Gegenteil, tragen. 
Ich fliege heute nach Sankt Petersburg zur Versammlung des Rates der Ordensoberen in Russland. Natürlich nutze ich die Gelegenheit für einen Besuch im Priesterseminar, wo ich in den kommenden Tagen auch übernachten werde. 
Ein Foto der Kathedrale meines orthodoxen Mitbruders hier in Saratow, ist das einzige Bild, das ich in den letzten 24 Stunden aufgenommen habe. Diese Kirche war die einzige in Saratow, die in den Jahrzehnten der Sowjetunion nicht zerstört, bzw. geschlossen wurde.