Dienstag, 11. Februar 2020

Ein Dienstreisender

Bei ihnen im Süden liegt mehr Schnee als bei uns, sagt er. 4.36 Uhr sollte der Zug von Pater Zbigniew in Saratow eintreffen. Als ich die Treppen zum Bahnsteig nach oben eilte, um beim Halten des Zuges vor der Tür von Wagen Nummer 2 zu stehen, musste ich feststellen, dass der Zug heute schon vorzeitig eingetroffen war. Am Gleis war es bereits still. (Der Zug stand da, aber niemand stieg mehr aus oder ein.) ... Treppe wieder runter, und ... da kam er mir entgegen, aus der falschen Richtung. Aber woher sollte Pater Zbigniew auch wissen, wo der Ausgang ist, wenn unten im Tunnel kein Wegweiser hängt? Auf dem leicht feuchten Steinfußboden schliefen Obdachlose. Vor der Tür warteten Taxifahrer. Auf den Straßen war es noch ganz still bei frühlingshaften minus 5 Grad. Nach dem Frühstück machten wir uns auf ins Büro, wo wir dann alles Dienstliche besprachen, weswegen der Pfarrer gekommen war. Sein Zug zurück fährt erst 23.30 Uhr, darum half er noch ein wenig bei der Arbeit (Foto) in der Kurie. Am Abend feiern wir gemeinsam Eucharistie in der Kathedrale. Und zum Abendessen mit den nächsten Gästen - morgen tagt die russische Jugendkommission in Saratow - schafft er es auch noch.

Und noch ein paar Jahreszahlen zum heutigen Tag:

  • Vor 162 Jahren, am 11.02.1858 begannen die Erscheinungen der Gottesmutter in Lourdes, deren Zeugin das Mädchen Bernadette Soubirous wurde. 
  • Vor 18 Jahren, am 11.02.2002 errichtete Papst Johannes Paul II. die vier katholischen Diözesen in Russland, die aus vier bereits existierenden Apostolischen Administraturen hervorgingen.
  • Vor 7 Jahren, am 11.02.2013 gab Papst Benedikt seinen Rücktritt bekannt.