Sonntag, 9. Februar 2020

Jugendsonntag

Ein Jugendlicher hatte mich in den letzten Wochen zweimal ernsthaft auf das Thema "geistliche Berufung" angesprochen. Er ist am Suchen, bzw. möchte verstehen, Gott und sich selbst. Da er auf Arbeit nicht oft "frei" bekommt, war die Suche nach einem Termin für ein längeres Gespräch nicht einfach. Letztlich führte sie heute nach Marx. Mit Hausaufgaben in der Hand, verabschiedete er sich bis zum nächsten Mal. Durch eine nette Einladung zum Tee wurde dann auch der restliche Teil des Sonntags zum "Jugendsonntag". "Ihr seid das Salz der Erde", hatten alle am Morgen im Evangelium gehört, "ihr seid das Licht der Welt." Mögen doch unsere Jugendlichen solche Worte mit Freude tief im Herzen ankommen lassen und "übersetzen" ... in ihren Alltag.
Der Kater hat es deshalb in den Blog geschafft, weil er vor dem Haus saß, in das ich zum Tee eingeladen war. Jetzt draussen zu leben, ist nicht ganz einfach. Am Morgen hatten wir minus 21 Grad. Aber er hat ein dickes Fell...

P.S. Am Abend fand sich dann endlich auch wieder einmal ein wenig Zeit, um mit Pater Bosco verschiedenste Dinge aus dem Leben der Pfarrgemeinde zu besprechen. Ich bleibe über Nacht noch in Marx, nicht etwa wegen des Sturmtiefs, von dem ist bei uns keine Rede. Wir haben einen stillen und fast mondklaren Himmel bei momentan minus 15 Grad. Morgen vormittag haben wir hier eine Versammlung, in der wir entscheiden müssen, wie wir den Auflagen der Feuerwehr entsprechen, um nicht bald Strafe zahlen zu müssen. Bei einer Kontrolle wurde unlängst festgestellt, dass die Kirchendachkonstruktion mit einer Brandschutzfarbe eingestrichen werden muss. Ettliche Feuerschutztüren müssen eingebaut werden. Die Lagerräume im Kellergeschoss (u.a. eine Kleiderkammer für Arme) müssen weg usw. Ab morgen Mittag bin ich dann wieder in Saratow.