Donnerstag, 13. Februar 2020

Winterwochentag

Der letzte Jugendseelsorger ist noch nicht abgereist, da haben wir einen neuen Gast, einen Handwerker, der die Elektrik nach einem Beinahe-Kabel-Brand in der Schwesternwohnung neu verlegen wird, wofür u.a. die Küchenschränke total abgebaut werden müssen. 
Für mich ist es einer der Schreibtischtage, an denen man unsichtbar im Nacken einen der Antreiber spürt, wie sie den Radfahrern bei der Tour de France an mühsamen Steigungen hinterherlaufen.

Abends will ich nach Marx, um dort morgen den monatlichen geistlichen Einkehrtag zu begleiten. Allzu spät werde ich nicht abfahren, denn es schneit schon den ganzen Tag.
Ein paar Stunden später: Schneefall und Wind sind eine schlechte Kombination fürs Autofahren. Aber ich hatte ja Zeit, als ich nach der Abendessen in Saratow aufbrach... 

Auch wenn ich selbst nur kurze Zeit in Dresden gewohnt habe: Der heutige Gedenktag in der Stadt an der Elbe ist mir jedesmal bewusst, wenn ich von neuem das Datum auf ein Dokument schreiben, (was heute schon oft der Fall war). Meine Mutter lebte damals noch in den Sudeten, am Südhang des Erzgebirges. Sie erzählte uns Kindern, dass sie in jener Nacht den roten Himmel über den Bergen sahen.