Dienstag, 24. März 2020

Spuren sieht man nur im Nachhinein

Im Rückblick ist es meistens leichter, die Spuren Gottes zu entdecken, als im gegenwärtigen Moment. Dieser wiederum ist für Menschen, die an einen barmherzigen Gott glauben, von Hoffnung bestimmt. Wir hoffen, dass das Übel der Corona-Epidemie vorübergeht und dass, trotz aller schmerzlichen Verluste, auch etwas Gutes dabei herauskommt, zum Beispiel im Bereich von Verständnis und Vertrauen, da, wo sich Menschen oder gar Völker auseinandergelebt haben. Es klingt ein wenig idealistisch und liegt doch in Menschenhand, zum Teil auch in unseren Händen. Als verstand- und gewissen-begabte, erwachsene Menschen können wir uns nicht davon dispensieren. "Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens..."  Diese kurzen Gedanken kamen mir, als ich Pater Ondrejs (rechts) Foto anschaute, dass er mir in Verbindung mit dem vergangenen Sonntag Laetare zukommen ließ.
Morgen ist das Hochfest der Verkündigung des Herrn. (Hochfeste fangen schon am Vorabend an, mit dem Gebet der Vesper.) Dieses Fest ist der Ursprung des Gebets zum Glockengeläut (früh, mittag und abend): Der Engel des Herrn. Der Angelpunkt der Menschheitsgeschichte, die Wende. Frohes Fest!