Freitag, 13. November 2020

Schon wieder Freitag

... und auch noch der Dreizehnte. 😂 Ich war wegen der Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung unterwegs. Leider stellte sich heraus, dass das zuständige Büro in eine andere Stadt verlegt wurde. Kein Problem. Nächste Woche dann ...

Post habe ich heute versucht, von zu Hause aus zu beantworten. Weil aber auch Pater Diogenes und Schwester Anastasia nicht direkt am Schreibtisch waren, ließen wir das Büro ("die Kurie") geschlossen. Ausgerechnet heute fiel dann dort, wo wir ihn gar nicht brauchten, der Strom aus. Das löste einen Alarm aus. Die Security-Firma wollte das Problem telefonisch klären, statt mal kurz vorbeizuschauen, erreichte aber natürlich niemanden, rief erregt bei der Caritas an, die mich ... Wie umkippende Dominosteine ging das, bis es schließlich beim guten Hausmeister der Pfarrei landete. Der ging mal kurz rüber und meldete: "Alles in Ordnung." 

Am frühen Abend kam dann noch Schwester Jolanta aus dem Urlaub. Auch eine von denen, die in diesem Jahr wegen geschlossener Grenzen nicht nach Hause zu ihrer Mutter (nach Kasachstan) fahren konnte. Ich holte sie vom Banhof ab und tauschte anschließend in der Saratower Pfarrei (Foto) mein Auto in deren Kleinbus ein, den ich morgen brauche, wenn ich ein paar jugendliche Gäste aus Marx für einen Tag nach Saratow mitnehme. 

Unsere "Woche der Barmherzigkeit" geht schon langsam ihrem Ende entgegen. Mir war dieser Tage aufgefallen, wie schön das sogenannte Tagesgebet vom vergangenen Sonntag in diese Woche passt und aus welcher Tiefe es einst geschrieben wurde, Wort für Wort: "Allmächtiger und barmherziger Gott, wir sind dein Eigentum, du hast uns in deine Hand geschrieben. Halte von uns fern, was uns gefährdet, und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt, damit wir freien Herzens deinen Willen tun."