Mittwoch, 13. Juni 2018

Ein Hauch von Bilokation

Sieben Tage Schweigen mögen nun der Wanderstock für meine Exerzitien-teilnehmerinnen auf ihrem Weg zur Begegnung mit Gott sein. Ich habe den Eindruck: Die kleine Gruppe von Schwestern hat sich schon den südländischen Temperaturen unter permanenter Sonne in Krasnodar angepasst. Schwerer könnte der noch andauernde Schritt, raus aus dem Alltag - rein in die Stille, sein. Besonders Menschen, die im Alltag von vielerlei Verpflichtungen und Nöten gefordert sind, brauchen Zeit dafür.


Mein täglicher Fußweg vom Pfarrhaus zu den Schwestern führt nicht gerade durch beschauliches Gelände, und trotzdem kann man ihn "in Ruhe" gehen. Die Anonymität der Großstadt macht's möglich.

Ich erinnere mich an einen ähnlichen Kurs, den ich im vergangenen Jahr in Lourdes begleiten durfte. Warum ich jetzt nicht unbedingt dort sein möchte, erklärt das vor ein paar Minuten aufgenommene Bild einer Webcamera gegenüber der Grotte.  
"Leider" habe ich hier in Krasnodar, dem Zentrum der Süddekanate des Bistums, ausgezeichneten WLAN-Anschluß. Somit kann ich die "Amtsgeschäfte" auch in diesen Tagen am Laufen erhalten. Generalvikar und Sekretärin arbeiten gut, auch ohne mich. Und doch gibt es täglich Rückfragen und Neuigkeiten.