Donnerstag, 4. Juni 2026

Ferien mit Gott und miteinander

Ich hatte in den vergangenen Tagen mehrmals die Gelegenheit, die Kinder bei der RKW in Marx zu erleben. Trotz ihrer Verschiedenheit halten sie zusammen wie Geschwister. Sehr schön, das zu sehen.
Heute Abend, nachdem ich unseren Gast zum Flughafen gebracht hatte, war ich zum Schaschlyk-Essen mit den Kindern eingeladen. Ich blieb dann bis zum gemeinsamen Abendgebet (Foto).

Dienstag, 2. Juni 2026

Besuch

Gäste sind bekanntlich selten in letzter Zeit, ich meine, Gäste von weit her. 
Um so mehr freuen wir uns dieser Tage über Herrn Matthias Frahnow, der nach einer Konferenz in Sankt Petersburg auch bei uns vorbeischaut. 
Durch Caritas und das Bistum Görlitz ist er mit dem vor 25 Jahren verstorbenen Pfarrer Hartmut Kania verbunden. Der wiederum ist die Brücke zu uns. 

Saratower und Marxer Kinder - gemeinsame RKW

RKW heißt "Religiöse Kinderwoche" - falls es jemand vergessen hat. Dieses Ferien-Projekt aus DDR-Zeiten hat große Bedeutung für die christliche Erziehung der Kinder aus katholischen Familien in der Diaspora, vorausgesetzt, es wird "im Sinne des Erfinders" praktiziert: Glaubensvertiefung durch Unterricht, gemeinsames Gebet, Spiel und Erholung. 
Einen Tag lang war ich dabei. Die Besonderheiten in diesem Jahr: Eltern der Kinder sind dabei, was nicht nur beim Einschlafen am Abend hilft. (Übrigens: Auch die Eltern sind dankbar für eine solche Gelegenheit, christlichen Alltag gemeinsam zu leben.) Um der im Allgemeinen immer stärker werdenden Abhängigkeit vom Internet entgegenzuwirken, wird auf Smartphones u.dgl. verzichtet, ausgenommen eine Stunde am Abend. Die Kinder aus Saratow und Marx erleben die Woche gemeinsam. Ich weiß zumindest: die Saratower hatten sich sehr darauf gefreut. 

Montag, 1. Juni 2026

Nachtrag

Manchmal schummele ich ein bisschen, damit wir im Tagesrhythmus bleiben. Dann datieren ich den Blogeintrag auf eine schon vergangene Zeit zurück, wie auch den gerade, mit den Fotos von Samstag in Moskau. Tatsächlich ist es schon nach Mitternacht. Montag, 1. Juni. 

Durch das Zeugnis von Papst Franziskus gestärkt, gehe auch ich zum Tagesabschluss in meine Kapelle, bete noch ein wenig für die Kranken. Und dann ist "Schluss für gestern".

Sonntag, 31. Mai 2026

Letzter Frühlingstag

Am heutigen Dreifaltigkeitssonntag hatte ich zweimal Abholer Dienst vom Flughafen, der eine knappe Autostunde draußen vor der Stadt liegt. Eine Schwester kehrte von einer Sitzung heim, und ein Gast aus Deutschland wagte den Weg zu uns.
Am Nachmittag schickte mir ein gut bekannter Fotograf seine Bilder zu, die er gestern in Moskau bei der Verabschiedung von Erzbischof Pezzi gemacht hatte. Hier eine kleine Auswahl davon.
Morgen starten in vielen Pfarreien des Bistums die Religiösen Kinderwochen. Die dreimonatigen Sommerferien haben begonnen. 

Samstag, 30. Mai 2026

Bin zu Hause

Alles ging planmäßig, bzw. fast alles. Um es noch zu meinem Flug zu schaffen, hatte ich den Dankgottesdienst in der Moskauer Kathedrale verlassen, als die Reihe der Dankesworte nicht abreißen wollte. Die Liturgie war feierlich, die große Kirche voll besetzt und "bestanden": kirchliche und staatliche Amtsträger, Gläubige von weit her. Erzbischof Paulo predigte selbst am Tag seiner Verabschiedung.

Am Morgen war ich etwa halb zwei in Moskau gelandet. Im Flugzeug saß ein weiterer Bischof, sehr bekannt über die Grenzen seiner Russisch orthodoxen Kirche hinaus. 

Freitag, 29. Mai 2026

Vom Ersten über's Zweite ins Dritte Rom

Bin auf dem Heimweg von Rom über Istanbul nach Moskau. Nachts komme ich an. Morgen Mittag wird dort in einem Dankgottesdienst Erzbischof Paolo Pezzi in den Ruhestand verabschiedet. Da möchte ich dabeisein. Später, gegen Abend, fliege ich weiter nach Hause. 

Nun noch 4 Stunden bis Moskau.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Schlusswort

Ein Interview bei Radio Vatikan war der letzte dienstliche Akt meiner Reise. Es soll wohl morgen erscheinen, nachmittags im Podcast, auf Russisch, natürlich. Es ist ein bisschen schade, dass wir diese Möglichkeit recht selten nutzen. Ja, auch das ist wahr: Telefoninterviews aus der Ferne müssen geübt sein. Hier im römischen Studio ist es bequemer, aber auch unmissverständlicher. 
Es waren interessante Tage in Rom. Wie gut ist es, Freunde zu haben! Danke der hiesigen Bischofskonferenz für die Einladung! Auf der Suche nach dem Warum (laden die zu Ihrer Versammlung ein)?, kam mir heute der zusätzliche Gedanke: Vielleicht wollen sie uns auch einfach großherzig die Möglichkeit schenken, in Rom zu sein. 

Arrivederci Roma!

Die Vollversammlung der Italienischen Bischofskonferenz ist zu Ende. Heute kam uns der Papst besuchen. Er dankte, lobte und ermutigte. (Soweit habe ich das verstanden.) Ich saß für knapp zwei Stunden neben meinem Amtskollegen, Erzbischof Joseph aus Minsk. Da konnten wir uns russisch unterhalten. 

Nun noch ein paar Besorgungen und Absprachen für das nächste Mal. Radio Vatikan (die russische Redaktion) hat eingeladen. Tasche packen, Abendessen und morgen früh zum Flughafen!