Samstag, 6. April 2019

Fastenopfer

Mit 115 km/h fegt meine S-Bahn Namens "Schwalbe" über die Gleise von Krasnodar nach Rostow-am-Don. Letztlich bin ich auf diese Weise sogar schneller als mit dem Auto. Die dreieinhalb Stunden im Zug schirmen von Vielerlei ab und bieten deshalb eine gute Gelegenheit zum Beten. Dennoch finden mich manche auch hier. Und gut so! Denn in einer SMS geht es da um etwas sehr Ernstes. Eine Frau im Bistum, in deren Haus sich seit über 20 Jahren Christen (verschiedener Konfession) zum Gebet und wöchentlich zur Katechese versammeln, ist schwer krank. Die Nachricht war unerwartet, als sie vor ein paar Tagen eintraf/einschlug. Nicht selten erleben das Menschen bei uns dann wie ein Urteil, in das man keine Berufung mehr einlegen darf, noch bevor die Ärzte etwas tun, denn dafür wäre Geld nötig. Und das besser gestern als heute. Die heutige SMS kam von einer Oma, mit der ich wegen dieser Sache in Kontakt bin. Ich hatte ihr versprochen zu helfen. Daraufhin hatte sie soviel zusammengeborgt, dass man die Kranke heute schon einmal für 3 Tage ins Krankenhaus aufnahm, in der Annahme, dass dann die Hauptfinanzierung, nämlich für die Operation, kommt. Ich kenne die kranke Frau persönlich und möchte ihr sehr gern helfen, möchte "in Berufung gehen", kann aber nur Vermittler sein. Vielleicht können manche von denen, die noch einen Zweck für ein Fastenopfer suchen, hier mitmachen? Über den St. Clemens e.V. unter dem Kennwort "Kranke an der Peripherie" wäre das möglich. Den Namen der schwer Kranken möchte ich hier nicht erwähnen. Was ich weiß ist, dass die Ärzte eine Summe von umgerechnet 1.410,00 Euro genannt haben.