Montag, 13. Juli 2026

Sonntag, 12. Juli 2026

Freitag, 10. Juli 2026

Den Tränen nahe

Zwar bin ich noch nicht ganz am Urlaubsziel, aber ich kann schon sagen, dass alles gut ging, ohne wesentliche Verspätung usw. 
Heute morgen feierte ich eine ganz besondere Eucharistie, nämlich mit vielen meiner ehemaligen "Schäfchen", die in den 90-ern nach Deutschland ausgereist waren. Mir verschlug es beinahe die Sprache, als ich in der ersten Reihe meine einstige Haushälterin, Wes Maria, erblickte. Von 1991-1998 sorgte sie für mich. Heute ist sie 98 Jahre alt. 

Mittwoch, 8. Juli 2026

Auf dem Weg

Die ersten 16 Stunden per Bahn sind zurückgelegt. Ab Moskau geht es heute Nacht weiter per Flugzeug. 
Von zu Hause kam am Morgen die Nachricht: "Bei uns ist alles in Ordnung." - So unerwartete Texte lösen heutzutage  eher Beunruhigung als Beruhigung aus. Da habe ich in den Lokalnachrichten nachgeschaut und gefunden, was gemeint war.


Vergangene Nacht sind auch die letzten Pilger aus Belarus ins Bistum Sankt Clemens zurückgekehrt. Von Ihnen bekam ich das Gruppenfoto vor der Basilika in Budslaw. Wie im vergangenen Jahr, waren "unsere" mit der Gruppe aus Molodeczno gelaufen. An die 300 Personen. 

Montag, 6. Juli 2026

Feierabend


Ich erinnere mich an kein Jahr, in dem ich meinen Urlaub sehnlichster erwartet hätte als in diesem. Nun sind es nicht mehr Tage, sondern nur noch Stunden bis dahin. Dann - der Weg. Stationen. Erst am Sonntagabend komme ich an, wo ich dann auch eine Zeit lang bleibe. 
Ich werde mich um "Entdigitalisierung" bemühen, aber gleichzeitig (für mein Bistum) erreichbar bleiben. Das geht zurzeit nicht anders, denke ich. Und ich habe vor, Urlaubsfreude zu teilen, auf die ich hoffe. Also: Spätestens in ein paar Tagen gibt's hier was Neues.
(Foto: Alexejewka, Baschkirien, Bistum St. Clemens in Saratow)

"Leben ist Begegnung" (Buber)

Ein schönes Foto vom Rande der Budslaw-Wallfahrt! Erzbischof Tadaeusz Kondrusiewicz, der von 1991 bis 2007 die Hirtensorge für den europäischen Teil Russlands auf seinen Schultern trug, war dabei. Und unsere Pilger haben ihn getroffen. Als Ruheständler lebt er jetzt in Minsk, scheint aber ausgebucht zu sein wie eh und je. "Solange es meine Gesundheit erlaubt, ..." ist immer sein Argument. 

Sonntag, 5. Juli 2026

Katholisch in einer russischen Kleinstadt

Marx, vor vier Jahrzehnten Ausgangspunkt der Wiedergeburt katholischen Lebens an der Wolga, ist heute nur eine Kleinstadtgemeinde mit, zugegeben, bester Infrastruktur. Wir waren vermutlich nicht viel mehr als 25 Personen, heute, in der Sonntagsmesse. Den Grund für die geschrumpften Zahlen wird man, wie überall sehen müssen: Das Leben ohne Gott und Kirche scheint bequemer zu sein, spirituelle Verkümmerung - kein Krankheitsbild. Ja, natürlich, die massenweise Auswanderung der Wolgadeutschen, ihre Rückkehr in die Heimat der Vorfahren, spielte ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle. - Arbeitslos werden wir deshalb aber nicht. Im Gegenteil, wer die Augen aufmacht sieht, dass es viel zu tun gibt. 

Die Teilnahmemöglichkeiten an kirchlichen Großereignissen ist bei uns minimal. Um so mehr dürfen wir davon ausgehen, dass unsere Budslaw-Wallfahrer im Glauben spürbar gestärkt zurückkehren werden. Schön, dass Pater Bosco offen für solche Formen der Seelsorge ist und die aktuellen Risiken dafür in Kauf nahm. (Siehe vorheriger Eintrag.)

Budslaw 2026


Betreffs Fußwallfahrt nach Budslaw, hatte ich eine falsche Terminvorstellung im Gedächtnis. Und eine schwache, überlastete Internetverbindung, dort in der dörflichen Gegend, verhinderte ungewollt die Klärung: Das Fest der Pilger hatte schon in der Nacht zum Samstag begonnen. Heute sind sie bereits auf dem Heimweg. Für unsere Gruppe bedeutet das: Wenn alles gut geht, morgen Abend wieder an der Wolga. 
(Fotos: catholic.by)

Samstag, 4. Juli 2026

Wochenendvertretung

Heute und morgen vertrete ich unseren Pater Bosco in Marx. Er ist inzwischen mit seiner Pilgergruppe in Budslaw eingetroffen, wo nun das große Marienfest beginnt. (Im letzten Jahr waren wir dort ca. 20.000 Gläubige in der Mitternachtsmesse.)

Die hohen Temperaturen ließen keinen Zweifel mehr daran, dass es Zeit ist, auch den Klosterhund einmal richtig zu waschen. Zu zweit geht das besser, wenn der eine sich auch hauptsächlich nur ums Stillhalten kümmern muss. 

Nebenbei (auf allen noch möglichen elektronischen Wegen) laufen die Vorbereitungen für unseren 11. Gesamtrussischen Jugendtag, der vom 13.-16. August in Tscheljabinsk stattfinden soll, der achtgrößten Stadt Russlands, die den westlichen Ausgangspunkt der Transsibirischen Eisenbahn bildet. Die katholische Pfarrei in der Stadt ist der Ohne Erbsünde epfangenen Jungfrau Maria geweiht und verdankt ihre nachkommunistische Wiedergeburt besonders dem Priester Wilhelm Palesch und seinen Mitbrüdern.