Heute, am Gedenktag der Mutter Theresa von Kalkutta, fiel mir dieses Bild zweier Heiliger in die Hände. Es stammt aus der russischen Übersetzung der Enzyklika Benedikts XVI. "Deus Caritas est". Und damit wäre ich bei einem der Themen, die mich in den letzten Tagen intensiv beschäftigen: unsere Caritas-Strukturen in der katholischen Kirche Russlands. Schon seit ein paar Jahren bin ich von der Bischofskonferenz für diesen Bereich als Verantwortlicher ernannt. Nun zeigt sich aber immer deutlicher, dass meine Idee vom "Dach" über den diözesanen Strukturen eher nostalgisch als realistisch (und nötig?) ist. Das "Wir sind zu verschieden", muss von uns mehr in die Arbeit einbezogen - und von ausländischen Partnern klar akzeptiert werden. In der Richtung scheint es sich zu bewegen.
Ein anderes, großes Problem, das nach Lösung verlangt, ist die Benzinkrise im Land. Einen großen Teil meiner pasotralen Arbeit nehmen Besuche in den Pfarrgemeinden ein. Hunderte oder gar über Eintausend Kilometer muss ich zurücklegen, um am Wochenende in eine Pfarrgemeinde im Bistum zu gelangen. Ohne Auto? Flüge sind unregelmäßig, verspätet, teuer. Und ein Teil der Flughäfen im Bistum ist seit Jahren geschlossen. Auch das Bahn- oder Busfahren ist nicht so einfach. Auch Diesel darf seit 1. September minderwertig verkauft werden. Elektro? Ich vermute, ein passendes Auto - wenn es das gibt - ist sehr teuer. Und Ladestationen gibt es noch wenige. Der Stromverbrauch im Winter wird die angegebene Reichweite sicher deutlich einschränken. Ich bräuchte jemanden, der was davon versteht und es mir erklärt.
An dieser Stelle würde die Aufzählung der Problemchen weitergehen. Aber es sollte nur ein Lebenzeichen sein, keine Jammerlitanei.
Übrigens: Ich durfte beiden begegnen, sowohl Johannes Paul II, wie auch Mutter Theresa. In der Allerheiligenlitanei stehen ihre Namen nicht. Aber schon mal bitten für das Bistum Sankt Clemens in Saratow und die katholische Kirche in Russland? ... Werden sie sicher beide gern tun.









