Mittwoch, 14. Oktober 2026

Kirche - Familie der Familien

Die Abschlussmesse der Tagung stand heute im Mittelpunkt, dennoch ging es später weiter bis ca. 18.30 Uhr. Der Abschied war dann sogar etwas rührend. Innerhalb einer Woche haben wir uns kennengelernt, waren Freunde geworden. 
Jetzt heißt es Koffer Packen. 
Hier nur noch zur heutigen Predigt von Papst Leo, die uns Kardinal Tagle vorlas: Predigt zu 10 Jahre Amoris Laetitia.

Dienstag, 13. Oktober 2026

Letzter Sitzungstag


Nachdem wir nach der Abend-Messe erfuhren, dass Papst Leo nach der normal verlaufenen OP schon wieder in seinem Zimmer ist, nun nur noch ein kurzer Bildbericht vom vorletzten Tag der Begegnung in Rom. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Da Papst Leo - der ja eingeladen hatte - die Ergebnisse jetzt nicht durchschauen, bzw. zur Kenntnis nehmen kann, wird es morgen keine großen Abschlussberichte geben. Kein Problem! (Höchstens für jene, die ihr Geld mit Sensationen und Konflikten verdienen.) 
Morgen feiern wir, wie gesagt, einen Abschlussgottesdienst auf dem Petersplatz und kommen am Nachmittag ein letztes Mal zusammen: die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen rund um den Erdball, sowie Fachleute und Ehepaare. 



Montag, 12. Oktober 2026

Weltkirche erleben

Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aller Kontinente ... Das ist schon ein Erlebnis! Ich kenne zwar die wenigstens von Ihnen, einige aber doch. Das macht die Pausen unserer Tagung interessant und wertvoll. So habe ich u.a. den neuen Vorsitzenden der DBK kennengelernt, Heiner Wilmer aus Münster. (Foto)
Morgen steht uns der letzte Arbeitstag bevor. Für Mittwoch war ein feierlicher Gottesdienst mit Papst Leo geplant. Beim Termin bleibt es, nur wird der Liturgie nicht der Papst, sondern Kardinal Tagle, der neue Dekan des Kardinalkollegiums, vorstehen. 
Donnerstag früh geht mein Flug von Rom nach Istanbul. Wenn alles gut geht, bin ich dann Freitag Mittag zu Hause. 

Sonntag, 11. Oktober 2026

Freier Sonntag

Sonntag ist Sonntag. Heute hatten wir frei. Einer meiner Geschwister ist aus Deutschland nach Rom gekommen. Ein Katzensprung im Vergleich zu einem Besuch an der Wolga! Zur Sonntagsmesse hatte uns die Schweizergarde eingeladen, mit anschließendem Stehempfang.
Eine Besorgnis erregende Note bekam der Tag am Mittag, als Papst Leo nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz seine bevorstehende Operation ankündigte. Beten wir, dass alles gut geht! 

Samstag, 10. Oktober 2026

10 Jahre nach "Amoris Laetitia" - Verkünden des Evangeliums mit Familien heute

Doch wohl damit ich Saratow nicht vergesse, bekam ich heute ein Bild vom Sonnenaufgang geschickt. (Foto)
Hier in Rom enden die täglichen Sitzungen relativ spät, nämlich 19.45 Uhr. Gut dass ich nicht weit vom Vatikan wohne: 10 Minuten zu Fuss. (Foto)



Worum es beim Treffen der ca. 140 Bischöfe (plus etwa 25 Gäste - Ehepaare und Fachleute) geht, hier in Kürze: Tag 1) Familie heute - Schönheit und Herausforderung, Tag 2) Junge Leute und das Entdecken der Berufung zur Ehe, Tag 3) Eheleben. Die ersten Jahre: eine entscheidende Zeit, Tag 4) In den Schwierigkeiten des Lebens: Begleitung und Unterstützung, Tag 5) Christliche Familien als Subjekt der kirchlichen Mission. Am 6.Tag wird es eine große Eucharistiefeier mit Papst Leo auf dem Petersplatz geben. Das ist dann am Mittwoch. 

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Das schreibt sich ins Gedächtnis ein

7. Oktober. Rosenkranzfest. An diesem Tage besuchte ich Papst Johannes Paul II. zum ersten Mal in Rom, 1998. 

Heute, 28 Jahre später, bin ich wieder hier. Und ich konnte ein paar Worte mit Papst Leo wechseln. Er nahm an der Eröffnung der siebentägigen Begegnung von Bischöfen aus aller Welt Teil, zu der er aus Anlass des 10. Jahrestages des Schreibens seines Vorgängers, Amoris Laetitia, eingeladen hatte. 

Doch was ist das alles im Vergleich zu dem, was unsere Schwestern in Saratow heute organisiert hatten!? Sie hatten die Kinder der Pfarrgemeinde zum Rosenkranzgebet zu sich nach Hause eingeladen. (Anschließend gab es Pizza, soviel ich weiß. Vermutlich nicht schlechter als eine Pizza in Rom.)

Dienstag, 6. Oktober 2026

Mühsam, aber unkompliziert

"Pünktlich" ist das selten gewordene Zauberwort, das mich heute Nacht begleitete. Während die Flughäfen in Moskau und Istanbul wie Ameisenhaufen brodelten, empfing mich Rom mit Sonne und einer angenehmen Briese vom Meer. Bus oder Taxi, fragte ich mich mit meinem diesmal großen Koffer und doch ein bisschen müde. Da traf ich den syrisch-katholischen Patriarchen aus Beirut, Ignatius Joseph III., der zur selben Konferenz wie ich gekommen war. Ihm wollte ich gern das Taxi in die Stadt spendieren. Er drehte den Spieß um. 
Gegen Mittag konnte ich mein Zimmer beziehen, so nahe am Vatikan, dass ich den Petersdom vom Balkon aus sehen kann. 

Montag, 5. Oktober 2026

Amoris Laetitia

10 Jahre ist es her, dass Papst Franziskus sein Schreiben "Amoris Laetitia" (Die Freude der Liebe) veröffentlichte. Um gemeinsam auf diese 10 Jahre zurück - und dann vorwärts zu schauen, hat Papst Leo Bischöfe aus der ganzen Welt nach Rom eingeladen. Das offizielle Treffen, bei dem die missionarische Rolle der Familien eine besondere Rolle spielen soll, dauert vom 7. bis 14. Oktober. Ich werde unsere Russische Bischofskonferenz vertreten. Um der umständlichen Reise etwas von ihren Strapazen zu nehmen, mache ich gerade eine Pause bei den Brüdern des heiligen Franziskus in Moskau. Hier konnte ich heute, am Gedenktag der heiligen Faustyna Kowalska (Stichwort: Bild des Barmherzigen Jesus) die Heilige Messe feiern. 
Nachts geht es weiter, über die Türkei.

Sonntag, 4. Oktober 2026

800 Jahre Franz von Assisi

Wieder einmal durfte ich den Pfarrer in Saratow vertreten, weil der eine Vertretung in Wolgograd (früher Stalingrad) übernommen hatte. Auch wenn es die Sonntagsmesse in unserer Kathedrale war, es führte nichts am heiligen Franz von Assisi vorbei. Am Ende schenkte ich jeder Familie, bzw. jedem Haushalt, eine leicht zu lesende Biographie des Heiligen. 60 Bücher hatte ich bestellt. 58 haben wir verteilt. Am Ende des Franziskusjahres, also am 10.01.2027, wird es ein verlockendes Quiz zum Leben des Heiligen geben, das sich auf dieses Büchlein berufen wird. 

In unserer einzigen Sankt Franziskus Gemeinde im Bistum wurde heute natürlich auch gefeiert (Foto), obwohl der zuständige Seelsorger 300 km entfernt wohnt. Das Holzkirchlein in Elista, einst gestiftet von Renovabis und "Kirchen für den Osten" (Ampfing), sieht nach 30 Jahren schon ziemlich mitgenommen aus, aber hier eine neue Kirche bauen, ist unrealistisch. Ich zählte 30 Gottesdienstteilnehmer, was für Kalmykien sehr viel ist.